Zukünftige VVS-Tarifstrukturen in der Diskussion

20. Februar 2017

Im Tarifsystem des VVS soll sich zukünftig etwas ändern - was genau, darüber diskutierte der Aufsichtsrat am 13. Februar unter dem Vorsitz des Stuttgarter Oberbürgermeisters Fritz Kuhn. Themen, die in den nächsten Monaten zur Diskussion gestellt werden, waren die Zusammenlegung der Stadtzonen 10 und 20 in Stuttgart, der Wegfall der Sektorengrenzen in den VVS-Außenringen und ein flexibleres Angebot für regelmäßige Fahrgäste, für die sich jedoch eine Monats- oder Jahreskarte nicht lohnt. Hier sollen Rabatte und Bestpreisberechnungen über das Smartphone zum Einsatz kommen.

Die Zukunft des Feinstaub-Tickets, mit dem Bahnfahrer momentan an Tagen mit Feinstaubalarm Einzel- und Vierertickets zum Kinderpreis nutzen können, war ebenfalls Teil der Diskussion. In dieser Saison gab es durch viele luftaustauscharme Tage bereits einige Feinstaubalarm-Perioden. Bilanz soll allerdings zum Ende der Feinstaubalarm-Saison – also im April dieses Jahres – gezogen und das bisherige Angebot zur neuen Feinstaubperiode eventuell überarbeitet werden.

Zu den Diskussionsthemen liegen jedoch bisher keine konkreten Umsetzungsvorschläge vor. Auch zu den Frage, wer für die Finanzierung aufkommen soll, konnte vom Aufsichtsrat noch nichts gesagt werden.

Konkreter wurde es lediglich bei einem Thema: Der Attraktivitätssteigerung des 9-Uhr Tickets, mit dem die ÖPNV-Kunden im Monats- oder Jahresabonnement ab 9 Uhr täglich fahren können. Denn wer nach dem Berufsverkehr das Ticket nutzen kann, für den soll es einen preislichen Anreiz geben. Schließlich leistet er einen Beitrag dazu, die vollen Züge zu den Stoßzeiten zu entlasten und die Kapazitäten optimal zu nutzen.

Eines haben alle Themen geminsam: Die Maßnahmen sollen den ÖPNV attraktiver gestalten und Hemmschwellen sollen durch günstige Preismodelle leichter überwunden werden, um noch mehr Fahrgäste vom ÖPNV zu überzeugen.

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