ADAC-Umfrage zum potenziellen Umstieg auf den ÖPNV

24. Februar 2017

Der ADAC hat in elf großen deutschen Städten wie Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig und München Nicht- und Gelegenheitsnutzer des ÖPNVs befragt, warum Bus- und Bahnfahren für sie momentan keine Option darstellt.

Zu teuer, zu langsam, zu voll – das waren die häufigsten Rückmeldungen der ADAC-Umfrage, warum die Verkehrsteilnehmer das Auto dem ÖPNV vorziehen. Und trotzdem würden in Stuttgart viele Menschen auf den ÖPNV umsteigen, wenn sich dort etwas verbessern würde.

Die größten Hindernisse sind dabei die hohen Fahrpreise, die Schwierigkeiten beim Transport schwerer Dinge und das komplizierte Tarifsystem.

Würden sich diese und weitere Aspekte wie eine schnellere Verbindung und überfüllte Verkehrsmittel bessern, wären 19 Prozent der befragten Stuttgarter mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Umstieg auf den ÖPNV bereit. Immerhin 30 Prozent der Befragten würden eventuell umsteigen, wenn sich die angegebenen Negativaspekte verbessern würden. Insgesamt entspricht das für Stuttgart 90.000 Menschen, die zu einem Umstieg bereit wären. Bei den potenziellen Umsteigern in allen befragten Städten sind es insgesamt 1,4 Mio. Menschen, die dem ÖPNV aufgeschlossen gegenüber stehen. "Es findet ein Umdenken in der Gesellschaft statt", erklärt Dieter Roßkopf, Vorstandsvorsitzender des ADAC Württemberg, "Autofahrer erkennen zunehmend, dass es oftmals keinen Sinn macht, mit dem Auto in die Stadt zu fahren", unterstreicht der Vorsitzende. Zu bedenken gibt er jedoch auch: "Weil der ÖPNV zu den Hauptzeiten schon jetzt an der Kapazitätsgrenze agiert und der weitere Ausbau eine langfristige Aufgabe ist, müssen jedoch auch Verbesserungen im Straßenverkehrsablauf kurz- und mittelfristig im Fokus bleiben.

Somit hat der ÖPNV bei der Kundengewinnung noch großes Potenzial. Wenn die Infrastruktur ausgebaut und angepasst wird, es attraktive Angebote und kundenorientierte Innovationen gibt, kann der ÖPNV einen noch größeren Teil zum Klimaschutz im Verkehrssektor beitragen.

Quelle: ADAC, Stuttgarter Nachrichten

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