Freiburg bewegt sich umweltfreundlich

23. März 2017

In Freiburg werden die Wege innerhalb der Stadt meist umweltfreundlich zurückgelegt. Das belegt eine Studie des Freiburger Garten- und Tiefbauamtes, bei der - nach den Jahren 1982 und 1999 - im letzten Sommer und Herbst wieder rund 1.600 Haushalte, d.h. 3.600 Personen befragt wurden. Demnach werden fast 80 Prozent der innerstädtischen Wege mit dem Fahrrad (34%), zu Fuß (29%) oder dem ÖPNV (19%) bewältigt.

Diese Werte übertreffen sogar die Ziele, die Freiburg in seinem Verkehrsentwicklungsplan 2020 festgelegt hat – und auch die der vorherigen Untersuchungen: Lag der Anteil der Autofahrer innerhalb Freiburgs im Jahr 1982 noch bei 39 Prozent, schrumpfte er im Jahr 1999 schon auf 32 Prozent. Mit den 21 Prozent im Jahr 2016 setzt sich Freiburg an die Spitze der deutschen Städte mit dem geringsten Autofahreranteil, wobei hier nicht die Ein- und Auspendler täglich mit einfließen. Wie hoch deren Anteil am täglichen Stadtverkehr ist, wird erst in Zukunft untersucht.

Dennoch lässt sich anhand der positiven Zahlen der Einfluss der Förderung nachhaltiger Mobilitätsmittel wie Radvorrangrouten und Investitionen in den Freiburger ÖPNV erkennen. Die Besonderheit in Freiburg ist die, dass nicht nur der Anteil der Radfahrer und Fußgänger hoch ist, sondern auch der ÖPNV häufig genutzt wird. Die meisten anderen Städte erzielen ihre Spitzenwerte lediglich in einem dieser beiden Segmente, wie beispielsweise Münster mit seinem hohen Fahrradanteil und dem dafür recht geringen Wert (9%) im ÖPNV.

Die empirischen Erhebungen in Freiburg werden in diesem Jahr fortgesetzt. Ab dem Sommer soll das gesamte Verkehrsgeschehen mit Hilfe eines neuen Verkehrsmodells erfasst werden. Denn die bisherige Erhebung ist nur ein Teil des großen, rechnergestützten Verkehrsmodells, das für Freiburg und die Region in den kommenden Jahren  erstellt werden soll. Mithilfe dieser Daten sollen dann Prognosen und Entscheidungen für den Verkehr der Zukunft abgeleitet werden. Planungsvorhaben für den Straßenbau und den ÖPNV sollen sich dann darauf stützen, und auch die Auswirkungen auf die Umwelt sollen damit nachgewiesen werden.

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