Der Radtourismus entwickelt sich steil nach oben

25. April 2017

ADFC stellt positive Entwicklungen im Zuge seiner Radreiseanalyse 2017 vor

Rund 5,2 Millionen Deutsche haben im Jahr 2016 eine Radreise gemacht. Das sind gut 16 Prozent Befragte mehr als im Vorjahr, die eine mehr als dreitätige Reise unternommen haben, deren Hauptmotiv das Radfahren gewesen ist.

Diese Ergebnisse seiner Radreiseanalyse stellte der ADFC in diesem Jahr auf der ITB Berlin vor. Auch die beliebtesten Radfahrregionen Deutschlands zählten zu den Ergebnissen seiner Analyse: Darunter sind auch viele Radwege, die durch Baden-Württemberg führen, wie der Donauradweg oder der Bodensee-Radweg. Aber auch der Schwarzwald hat in den letzten Jahren als Radreisedestination an Beliebtheit zugenommen.

Die Investitionen in eine hohe Qualität der Radwege und ihre erfolgreiche Vermarktung tragen sicher ihren Teil dazu bei, dass der Radtourismus so stark zugenommen hat. Diese Entwicklung ist auch gut für die Umwelt, denn Radurlauber fahren sechs Mal häufiger als andere Urlauber mit der Bahn an und bewegen sich auch am Urlaubsort nachhaltiger als andere Urlauber.

Als Wegweiser dienen den Radtouristen auf ihren Strecken häufig Apps wie Google oder Komoot, aber am liebsten verlassen sie sich auf die klassische Karte und Wegweiser. Diese seien nicht immer einheitlich und qualitativ sehr unterschiedlich, bemängelten viele der Befragten in der Radreiseanalyse. Gerade aus Erfahrungen in den Niederlanden – die übrigens das beliebteste Urlaubsland der Radtouristen außerhalb Deutschlands sind – waren diese Urlauber ein hochqualitatives und einheitliches Orientierungssystem gewohnt. Da Deutschland über kein einheitliches System der Radwegekennzeichnung verfügt, ist dieser Aspekt noch ausbaubar.

Die Radwegenetze miteinander zu verknüpfen, einheitlich zu kennzeichnen und auch in den Alltagsverkehr mit einzubeziehen – immerhin fahren 87 Prozent der Radtouristen auch im Alltag Fahrrad – sind also die Aufgaben der nächsten Jahre, um dem Radverkehr und insbesondere dem Radtourismus weiteren Aufwind zu geben.

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