Digital gestützte Mobilität für Stuttgart

23. Mai 2016

Mobilitaetsassistent fuer Stuttgart
Bildquelle: Robert Kneschke / Fotolia

Die Metropolregion Stuttgart bekommt einen Mobilitätsassistenten. Durch die Vernetzung vielfältiger Mobilitätslösungen sollen Autofahrer Busse und Bahnen als Alternativen erkennen und nutzen. Entwickelt wurde das System im Rahmen des Wettbewerbs moveBW.

Mit moveBW, dem Wettbewerb zur Mobilitätsinformation und Verkehrssteuerung Baden-Württemberg, hatte das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur im vergangenen Jahr Unternehmen und Forschungseinrichtungen eingeladen, innovative Ideen zur multimodalen Verkehrsinformation und nachhaltigen Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens umzusetzen. Als Sieger kürte die Jury Ende April ein Konsortium aus sechs Unternehmen unter Führung der Robert Bosch GmbH, das mit einem umfassenden Konzept für vernetzte Mobilität in der Metropolregion Stuttgart zu überzeugen wusste. Im kommenden Sommer startet die vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur mit rund zwei Millionen Euro geförderte Umsetzung.

Eine App für intermodale Reisewege

Am Ende von moveBW soll ein Mobilitätsassistent für die Metropolregion Stuttgart stehen, der mit von der NVBW zur Verfügung gestellten Echtzeitdaten aus einer BigData-Plattform versorgt wird. Per App begleitet der Assistent Verkehrsteilnehmer in Echtzeit auf intermodalen Reisen durch Stuttgart und Umgebung. Verschiedene Transportmittel wie ÖPNV, Pkw oder geliehene E-Bikes werden dabei berücksichtigt. Bei Störungen oder Behinderungen, etwa durch Staus, schlägt die App effizientere Alternativen vor. Dabei sollen die Nutzer nicht mehr für jedes Verkehrsmittel einzeln bezahlen, sondern am Monatsende eine einzige übersichtliche Mobilitätsrechnung erhalten, über die sie alle genutzten Mobilitätsangebote inklusive Parken abrechnen können.

moveBW soll einen wesentlichen Beitrag zum Umstieg vom PKW auf den ÖPNV und damit zur Verbesserung der Verkehrslage in der Metropolregion Stuttgart leisten. Die Ergebnisse vergangener Projekte wie zum Beispiel Stuttgart Services, aus dem die Polygo-Karte hervorgegangen ist, werden in moveBW aufgegriffen und weiterentwickelt. „Durch die Vernetzung vielfältiger Mobilitätslösungen können wir dem Autofahrer attraktive Alternativen bieten. Unser Mobilitätsassistent wird ihn sicher zum Ziel begleiten und eine einheitliche Buchung und Abrechnung bieten. Das steigert die Akzeptanz und entlastet gleichzeitig die Ballungsräume“, erklärt Dr.-Ing. Markus Heyn, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung.

Hier geht es zur Pressemitteilung "Gewinner im Wettbewerb moveBW für digital gestützte Mobilität" des MVI. Sie können die Mitteilung auch als PDF downloaden.

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