Landesweiter „Schulbus-Check 2016“

19. September 2016

Quelle: WBO, Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V.

Nun schon zum sechsten Mal fand pünktlich vor Schuljahresbeginn die vom WBO und den privaten Busunternehmen im Land initiierte Aktion „Schulbus-Check“ statt. Sie wurde von amtlichen Prüfinstitutionen zusätzlich zu den gesetzlichen Prüfungen durchgeführt. 25 Omnibusunternehmen ließen im Schülerverkehr eingesetzte Omnibusse von DEKRA, TÜV SÜD, GTÜ und KÜS auf technische Sicherheit und ihre Eignung für den Einsatz im Schülerverkehr überprüfen.

Für die über 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler im Flächenland Baden-Württemberg ist ein funktionierendes und sicheres Schulbussystem unumgänglich. Für sie ist der Bus das Verkehrsmittel „Nummer 1“. Dabei zeigt die Statistik: Der Bus ist das mit Abstand sicherste Verkehrsmittel auf dem Weg zu Schule, weit vor dem Pkw, Mofa, Moped oder Fahrrad.

Dieses Ergebnis spiegelt der diesjährige „Schulbus-Check 2016“ ebenfalls wieder: Fast alle der geprüften Fahrzeuge bekamen ein „ohne erkennbare Mängel“ attestiert. Nur vereinzelt beanstandeten die Prüfingenieure Beleuchtungseinrichtung oder Blinker. Bei rund ein Prozent der überprüften Fahrzeuge wurden geringe Mängel am Fahrwerk festgestellt. Korrosion, Ölverlust und mangelhafte Bremsen kamen so gut wie nicht zum Tragen, da die Busflotte in Baden-Württemberg die jüngste aller Flächenländer Deutschlands ist (Durchschnittsalter der Fahrzeuge in Baden-Württemberg 7,4 Jahre, Bundesdurchschnitt: 8,9 Jahre, Quelle: http://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Bestand/Fahrzeugalter/2015/2015_b_fahrzeugalter_kfz_dusl.html).

Neben dem Fahrzeugalter gilt: Je besser die Fahrzeuge gewartet sind, desto geringer die Mängelquote. Gerade hier zeigen sich die Baden-Württembergischen Omnibusunternehmer wiederholt vorbildlich: Kein einziger der geprüften Omnibusse musste als „verkehrsunsicher“ eingestuft werden.

Der Staatssekretär im Kultusministerium Baden-Württembergs, Volker Schebesta, überzeugte sich selbst beim Pressetermin an der Riegelhofschule in Ostfildern-Nellingen vom Zustand der Schulbusse. Dazu stellte die Firma GR Omnibus GmbH ein Fahrzeug zur Verfügung, die Prüfinstitutionen DEKRA und TÜV SÜD waren mit Prüfingenieuren vor Ort.

„Die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr hat einen sehr großen Stellenwert. Maßnahmen wie Verkehrsüberwachung, Schulwegpläne, Verkehrserziehung sowie die Verkehrsunfallprävention sind dabei gut aufeinander abgestimmt. Der freiwillig durchgeführte Schulbus-Check zeigt, dass die Busunternehmen ihre Verantwortung ernstnehmen, um ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit für die Schülerinnen und Schüler zu erreichen”, betont Staatssekretär Volker Schebesta und bedankt sich beim WBO und den privaten Busunternehmen im Land für dieses zusätzliche Engagement.

Cacau, Ex-Fußballnationalspieler, Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart in der Region wohnhaft: „Für mich als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern ist es mir wichtig, dass sie gute und sichere Schulbusse haben. Aus diesem Grund unterstütze ich gerne die Aktion.“

Auch Erhard Kiesel, Geschäftsführer der GR Omnibus GmbH, der vor Ort den Schülerverkehr fährt, stellte zufrieden fest: „Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und brauchen besondere Fürsorge. Und obwohl der Bus das sicherste Verkehrsmittel auf dem Weg zur Schule ist, möchten wir mit der heutigen Aktion zeigen, dass wir uns dort, wo wir es können, aktiv um die Sicherheit im und am Bus kümmern. Neben dem Schulbus-Check führen wir auch spezielle Trainings für die Schulkinder durch, bei denen sie das richtige Verhalten im Bus, aber auch an der Bushaltestelle üben.”

Alexander Bässler, Prüfingenieur TÜV SÜD zum Schulbus-Check: „Großes Augenmerk legten wir auf die gute Sicht des Fahrers. Durch große und exakt eingestellte Spiegel hat er „Rundumsicht“ auf die Schüler im und vor dem Bus.“

Patrick Ehrlich, Prüfingenieur DEKRA ergänzt: „Der Fahrer ist der ‚Chef im Ring‘, was er sagt, gilt. An der Bushaltestelle Abstand halten, erst einsteigen, wenn die Türen ganz geöffnet sind, Vorfahrt für Ältere oder Rollstuhlfahrer.“

Insgesamt wurden dieses Jahr rund 280 Fahrzeuge von den Prüfinstitutionen auf Herz und Nieren überprüft. Neben den genannten Kriterien wie Haltegriffe und Spiegel wurden in der bis zu 45-minütigen Inspektion auch die Bremsen, Reifen, die Reversiereinrichtung (Einklemmsicherung) der Türen und natürlich die Lichtanlage untersucht. In einer Sichtkontrolle wurden auch der Motorraum, der Unterboden der Fahrzeuge sowie die Achsen und Lenkung gecheckt.

Quelle: PM des WBO, Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V.

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