Menschen für neue Mobilitätsideen gewinnen

20. Oktober 2016

Fahrradfahrer und Fußgänger
Bildquelle: Schemmi / Pixelio

Das Förderprogramm „Nachhaltige Mobilität bewegt Neubürgerinnen und Neubürger“ ist im Jahr 2015 gestartet. Viele engagierte Kommunen, Landkreise und Verkehrsverbünde haben sich dafür beworben. Nina Gemmrig von der NVBW erklärt, warum die aktive Ansprache neuer Mitbürger/-innen ein zentrales Instrument des kommunalen Mobilitätsmanagements sein sollte.

Warum sind Neubürger/-innen eine interessante Zielgruppe für die umweltfreundliche Mobilität?
Nina Gemmrig:
Wissenschaftliche Studien belegen, dass Menschen, die gerade ihren Wohnort gewechselt haben, offen für Neues sind. Somit sind Neubürgerinnen und Neubürger eine ideale Zielgruppe für die Mobilität im Umweltverbund. Sie orientieren sich neu, überdenken und planen ihre täglichen Wege, egal ob sie zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Sport wollen. Da probieren sie gerne auch neue Verkehrsmittel aus, wenn sie diese denn kennen.

Was unternehmen Kommunen und Verkehrsverbünde, um Zugezogene anzusprechen?
Nina Gemmrig:
Die Kommunen und Verkehrsverbünde entwickeln Begrüßungspakete, die Informationen rund um die Verkehrsmittel des Umweltverbunds enthalten. Dazu gehören beispielsweise Angebote zum Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV und Carsharing.

In allen Kommunen und Verkehrsverbünden, die an dem Förderprogramm teilnehmen, werden kostenlose Schnuppertickets für den ÖPNV ausgegeben. So können die Neubürger/-innen die Verkehrsmittel in ihrer Stadt für einen gewissen Zeitraum kostenlos testen.

Wer hat sich für die erste und zweite Antragsrunde beworben?
Nina Gemmrig:
Zu den Kommunen und Verkehrsverbünden zählen Sulzfeld, Stuttgart, Tübingen, der Verkehrsverbund Kreisverkehr Schwäbisch Hall GmbH, der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH, der Tarifverbund Waldshut, der Verkehrsverbund Heilbronn Hohenloher Haller Nahverkehr GmbH, das Verkehrsunternehmen Hegau-Bodensee Verbund GmbH und die Stadt Offenburg.

Die NVBW ist vom Ministerium für Verkehr (VM) mit der Umsetzung des Förderprogramms beauftragt. Welche Unterstützung bietet die NVBW beim Neubürgermarketing?
Nina Gemmrig:
Das Förderprogramm ermöglicht interessierten Kommunen und Verkehrsverbünden einen strukturierten Einstieg in das Neubürgermarketing und die gezielte Weiterentwicklung bereits bestehender Konzepte. Wir sind Ansprechpartner für alle die sich für das Förderprogramm interessieren und unterstützen die Kommunen und Verkehrsverbünde im Hinblick auf das Förderprogramm. Darüber hinaus sind wir Ansprechpartner für alle Kommunen, die auch ohne Förderung ins Neubürgermarketing einsteigen wollen. Wir bilden die Schnittstelle und schaffen die Plattform für den Austausch mit den Partnern im Förderprogramm.

Über das Förderprogramm zum Neubürgermarketing informieren die NVBW und das Verkehrsministerium Baden-Württemberg.

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Flyer zum Förderprogramm

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