UBA-Studie zeigt das Potenzial des Rad- und Fußverkehrs

12. Juni 2017

Bei den passenden Bedingungen würden deutsche Autofahrer auch auf das Fahrrad umsteigen oder häufiger zu Fuß gehen. Dies belegt die im April 2017 veröffentlichte Studie des Umweltministeriums „Umweltbewusstsein in Deutschland 2016“. Hier gaben viele der befragten Autofahrer an, sich vorstellen zu können, mehr Wege per Fahrrad oder auch zu Fuß zurückzulegen.

Über 70 Prozent der Befragten nutzen mindestens ein Mal in der Woche das Auto. Würden die Bedingungen dafür stimmen, dass Auto auch einfach mal stehen zu lassen, würden 90 Prozent von ihnen das akzeptieren.

14 Prozent der Befragten nutzen sowieso schon täglich das Fahrrad, 18 Prozent immerhin mehrmals in der Woche. Lediglich etwas über ein Drittel der 2.000 Befragten gab an, das Fahrrad nie zu nutzen.

Zwei Drittel der Autofahrer nutzen also das sowieso Fahrrad schon. Sie fordern, dass die Fahrradinfrastruktur besser ausgebaut werden müsste, um das Rad häufiger zu nutzen. Bessere Wegbeläge, Beschilderungen und Routenführungen zählen zu den am häufigsten geforderten Änderungen. Auch kürzere Wege, als die, welche man mit dem Auto zurücklegen muss, würden viele auf das Fahrrad umsteigen lassen. Eine weitere Bedingung ist für viele der Befragten eine gute Unterstell- und Abstellmöglichkeit des Fahrrads.

Mehr als 90 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass eine Stadt- und Regionalentwicklung, die dafür eintritt, dass die Leute das Auto eher stehen lassen, weil die Infrastruktur für Fahrradfahrer und Fußgänger optimal ist, zu einem guten Leben beitragen würde. Diese Zustimmung ist in den zwei Jahren seit der letzten Befragung des Umweltministerium nochmals um 9 Prozent gestiegen und zeigt das große Potenzial der Bevölkerung, sich umweltbewusster fortzubewegen.

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