Ortsmitten

Ortsmitten – gemeinsam barrierefrei und lebenswert gestalten

Ortsmitten haben das Potenzial, Begegnungsorte in den Quartieren und Gemeinden zu sein und so als Ausgangspunkte einer gelebten Gemeinschaft den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Attraktive und lebendige Ortskerne sind ein entscheidender Standortfaktor im Ländlichen Raum und peripheren Ortsteilen, den es zeitgemäß weiterzuentwickeln gilt. Viele Ortsmitten dienen heute jedoch vor allem hauptsächlich dem Durchgangsverkehr oder als Parkplätze – oder fehlen schlichtweg. Diese Entwicklung möchte das Projekt „Ortsmitten – gemeinsam barrierefrei und lebenswert gestalten“ durchbrechen:

In 20 ausgewählten Modellkommunen werden gemeinsam mit der Verwaltung, der Politik, der Zivilgesellschaft sowie der Bürgerschaft Planungsleitbilder für eine lebenswerte und barrierefreie Gestaltung der Ortsmitten erarbeitet. Fachlich unterstützt werden die Modellkommunen durch die beiden Fachbüros pesch partner architekten stadtplaner GmbH und Planersocietät.

Bild: Dirk Nitschke

20 Modellkommunen wurden ausgewählt

Alle Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg waren aufgefordert, am Bewerbungsaufruf für das Projekt teilzunehmen. Bewerbungsstichtag war der 30. Oktober 2020. Insgesamt sind 73 Bewerbungen von 69 Kommunen in Baden-Württemberg eingegangen. Eine siebenköpfige Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Verkehr, des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und des Ministeriums für Soziales und Integration, der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sowie der drei kommunalen Landesverbände nahm die Auswahl der 20 Kommunen vor.

Am 23. November 2020 wurden die 20 ausgewählten Kommunen im Rahmen einer digitalen interministeriellen Landesauftaktveranstaltung offiziell bekannt gegeben.

Ausgewählt wurden: Aalen, Allensbach, Bad Saulgau, Crailsheim, Denkendorf, Hechingen, Kehl, Keltern, Laichingen, Langenburg, Limbach, Münsingen, Neuler, Nürtingen, Oppenweiler, Pfinztal, Radolfzell am Bodensee, Remchingen, Titisee-Neustadt, Weinstadt. Herzlichen Glückwunsch!

Eine Karte der Bewerber- und Teilnehmerkommunen für das Ortsmitten-Projekt finden Sie hier

Hier finden Sie weitere Informationen zum Auftakt des Ortsmitten-Projekts:

Das Projekt im Kontext

Das Projekt Ortsmitten ist Teil des ressortübergreifenden Impulsprogramms für den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Landesregierung und wurde unter Federführung des Ministeriums für Verkehr gemeinsam mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie dem Ministerium für Soziales und Integration konzipiert. Das Projekt wird auf Landesebene vom Bereich Neue Mobilität der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) koordiniert.

Das Projekt liefert einen richtungsweisenden Beitrag, bis 2030 insgesamt 500 lebendige und verkehrsberuhigte Ortsmitten im Land zu schaffen.

Vorteile und Chancen für die ausgewählten Kommunen

Das Projekt bietet den 20 Modellkommunen die Chance, in einem Dialogprozess ein Planungsleitbild für eine lebenswerte, barrierefreie und funktionierende Ortsmitte zu entwickeln. Dabei werden die Kommunen durch die Fachbüros unterstützt. Für die Kommunen wird ein Beteiligungsprozess organsiert. Dieser umfasst:

  • Einen Ortsmitten-Check (Stärken-Schwächen-Analyse)
  • Spezifisch auf die Gegebenheiten vor Ort angepasste Beteiligungsbausteine
  • Unterstützung bei der Durchführung der Beteiligungsbausteine (z.B. Moderation und inhaltliche Inputs)
  • Unterstützung bei der Akquise der Teilnehmenden für die Beteiligungsbausteine sowie bei der Presse- und Medienarbeit zur Maßnahme vor Ort

Nach Abschluss des Beteiligungsprozesses erhalten die Kommunen einen grafisch aufbereiteten Abschlussbericht. Inhalt wird u.a. sein:

  • Ergebnisse des Ortsmitten-Checks (Stärken-Schwächen-Analyse)
  • Geeignete Visualisierungsformen (z.B. Vorher-Nachher-Darstellungen)
  • Dokumentation der Beteiligungsbausteine
  • Kommunales Planungsleitbild für eine barrierefreie Gestaltung einer lebenswerten Ortsmitte mit konkreten Handlungsempfehlungen und priorisierten Maßnahmenvorschlägen

Weitere Informationen zum ressortübergreifenden Impulsprogramms „Na klar, zusammen halt …“ finden Sie unter: www.zusammenhalt.baden-wuerttemberg.de