Erlössicherung

Einnahmenaufteilung und Erlössicherung bei neuen Bruttoverträgen

Mit dem Abschluss verschiedener neuer Verkehrsverträge als sogenannte Bruttoverträge kommen auf die NVBW neue Aufgaben zu: Mit Blick auf das volle Erlösrisiko ist der Fachbereich Verbünde / Tarif / Erlössicherung für die Konzeption und Umsetzung der Erlössicherung und der Einnahmenaufteilung zuständig.

Verkehrsverbünde bieten Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr viele Vorteile durch die gegenseitige Anerkennung von Fahrausweisen. Allerdings müssen die Fahrgeldeinnahmen gerecht unter den beteiligten Verkehrsunternehmen aufgeteilt werden. Dabei müssen verschiedene Vertriebswege (z. B. Barverkauf am Schalter, Fahrkartenautomaten, Internet, Abonnements usw.) ebenso berücksichtigt werden, wie die unterschiedlichen Verkehrsleistungen, die einzelne Unternehmen erbringen. Die NVBW und ihr Fachbereich Verbünde / Tarif / Erlössicherung übernehmen hier wichtige Aufgaben. Sie sind Ansprechpartner für die baden-württembergischen Verkehrsverbünde und sie beraten das Ministerium für Verkehr in allen Fragen rund um das Thema Tarife und Erlöse im ÖPNV. Sie fungieren dabei auch als Schnittstelle zwischen den Verbünden und dem Ministerium. Bestandteil ihres Aufgabenspektrums ist darüber hinaus die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Rahmen der europaweiten Ausschreibungen im baden-württembergischen Schienenpersonennahverkehr. 

Nach Auslaufen des „großen Verkehrsvertrags“ im Jahr 2016 wurden die nachfolgenden Verkehrsverträge für einen Teil der SPNV-Netze in Baden-Württemberg größtenteils als sogenannte Bruttoverträge abgeschlossen. Das bedeutet, dass die durch die Eisenbahnverkehrsunternehmen erwirtschafteten Fahrgeldeinnahmen nun nicht mehr den Unternehmen, sondern dem Aufgabenträger – und damit dem Land Baden-Württemberg – zugutekommen. Dadurch erhält die NVBW den neuen Aufgabenbereich Erlössicherung, für welchen der Fachbereich Verbünde / Tarif / Erlössicherung zuständig ist.

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Streckenübersicht Bruttoverträge