Fahrgastbeirat regt weitere Optimierungen an

04. Januar 2016

Der Fahrgastbeirat Baden-Württemberg (FGB-BW) hat sich auf seiner Sitzung im November 2015 mit der Pünktlichkeit der Nahverkehrszüge in Baden-Württemberg, den Regiobuslinien, dem Bahnsteighöhenkonzept, dem Kursbuch und zukünftigen Fahrplankonzepten für die Gäubahn beschäftigt.

Zur weiteren Verbesserung der Pünktlichkeit fordert der FGB-BW eine zeitnahe Veröffentlichung der Pünktlichkeitswerte durch die NVBW. Dasselbe gilt für die Ergebnisse der 26 Messstationen und dem Grad der dort erreichten Anschlüsse.

Gewünscht: Bahncard auch für Regiobuslinien

Der Fahrgastbeirat begrüßt die Einführung von fünf neuen Regiobuslinien. Allerdings sollten die jeweiligen Verkehrsunternehmen sicherstellen, dass auch Schienenfahrausweise und Bahncards auf allen Regiobuslinien anerkannt werden. Handlungsbedarf sieht der FGB-BW für die Strecken Breisach – Bad Krozingen und Sigmaringen – Überlingen. Außerdem sieht der FGB-BW die Notwendigkeit, dass die Aufgabenträger Vorkehrungen zur Radmitnahme bei den Regiobuslinien treffen. Gerade die Linie an den Bodensee weise hier ein besonderes Potenzial auf.

Einheitliche Höhe für Bahnsteige

Vorgestellt wurde dem FGB-BW auch die Landeskonzeption für die Bahnsteighöhen. Er hält die einheitliche Höhe von 55 Zentimetern für die Bahnhöfe im Süden Baden-Württembergs für eine gute Lösung. In der Metropolregion Stuttgart gebe es aber unterschiedliche Bahnsteighöhen für S-Bahnen und Regionalzüge mit 96, 76 oder 55 Zentimetern.

Plädoyer für das Kursbuch

Die Forderung des Rechnungshofes, das Kursbuch abzuschaffen, lehnt der FGB-BW ebenso entschieden ab, wie eine angedachte signifikante Preiserhöhung. Als Übersicht über das Gesamtangebot im Schienenverkehr sei das Kursbuch unverzichtbar. Durch die Vorschläge des FGB-BW konnten in den letzten Jahren die Kosten für das Kursbuch halbiert werden.

Fahrplankonzept für die Gäubahn

Bei dem ab 13. Dezember gültigen Fahrplan auf der Gäubahn gebe es zwar bessere Anschlüsse in Stuttgart, aber in Richtung Villingen-Schwenningen und Konstanz verlängern sich die Fahrzeiten. Aus Sicht der NVBW wäre es aufgrund der hohen Zugdichte zwischen Singen und Konstanz gegenüber anderen Regionen nicht gerechtfertigt, durch zusätzliche Züge wieder bessere Anschlüsse herzustellen.

Weitere Informationen

Die ausführliche Presseinformation des Fahrgastbeirats lesen Sie hier.

Der Fahrgastbeirat für den vom Land Baden-Württemberg bestellten Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vertritt die Interessen der SPNV-Nutzer. Er ist unabhängig und kein Organ des Landes oder der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW).

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Fahrgastbeirat Baden-Wüttemberg regt weitere Optimierungen im Schienennahverkehr an

Quelle: MVI