Kompetenznetz Klima Mobil: Bis zum 26.06.2020 als Modellkommune bewerben

29. April 2020

Personen v. L. n. R.: Dr. Martin Sawillion; Bastian Wetzke; Lorenz Blume; Dr. Susanne Nusser; Ralph Hammerer; Maria Franke; Rita Schwarzelühr-Sutter, Bundesumweltministerium; Hendrik Beeh; Günter Rasch; Benjamin Biddle; Sandra Kristensen-Seethaler; Verkehrsminister Winfried Hermann; Monika Burkard; Adrian Messe; Dr. Volker Kienzlen.

Alle Städte, Gemeinden, Landkreise und kommunalen Zusammenschlüsse Baden-Württembergs können sich mit einer verlängerten Frist bis zum 26.06.2020 als Modellkommunen beim Kompetenznetz Klima Mobil bewerben. Das Kompetenznetz berät landesweit Kommunen zu wirkungsvollen Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr und zu den finanziellen Fördermöglichkeiten von Bund und Land.

Das Kompetenznetz Klima Mobil berät und vernetzt Kommunen, die hochwirksame Maßnahmen zum Klimaschutz im Verkehr umsetzen wollen. Es werden 15 Modellkommunen ausgewählt, die von der Planung über die Kommunikation bis hin zur Beschlussfassung solcher Maßnahmen begleitet werden. Auch zu den finanziellen Fördermöglichkeiten von Bund und Land berät das Netzwerk. Der Zeitpunkt ist günstig: Noch nie haben Land und Bund mehr Mittel für Klimaschutz im Verkehr und für die Neue Mobilität in Kommunen bereitgestellt. Bewerben können sich alle Gemeinden, Städte, Landkreise und kommunalen Zusammenschlüsse des Landes. Angesichts der aktuellen Corona-Situation wurde der Bewerbungsaufwand für Kommunen erleichtert und die Bewerbungsfrist auf den 26.06.2020 verlängert.

Die Corona-Situation hat umfangreiche Auswirkungen auf das öffentliche Leben. Jedoch: Klimaschutz bleibt auch in Zukunft eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Unterstützung findet das Kompetenznetz auch von der Agora-Verkehrswende, die sich gemeinsam mit zentralen Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors einsetzt. „Die Corona-Pandemie stellt vieles infrage, auch im Verkehrssektor. Kommunen können diesen Moment nutzen, um Veränderungen anzustoßen und Mobilität klimafreundlich zu gestalten. Das dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der Gesundheit, der Lebensqualität und der Innovation," so Wolfgang Aichinger, der die Agora-Verkehrswende im Expertenbeirat des Kompetenznetzes vertritt.

Modellkommunen des Kompetenznetzes werden zur Planung und Umsetzung geeigneter Vorhaben beraten und kommunikativ begleitet. Im kommunalen Verkehr steckt viel Potenzial, um das Klima zu schützen: Parkraumbewirtschaftung und Umwidmung von Straßenraum, Verkehrsberuhigung und Straßenraumgestaltung sowie die Bevorrechtigung umweltfreundlicher Verkehre sind nur einige Stellschrauben, an denen Kommunen ansetzen können. Schwierig zu vermittelnde Vorhaben werden durch auf die Situationen vor Ort zugeschnittene Kommunikationsmaßnahmen unterstützt. Ein weiterer Aspekt des Kompetenznetzes ist die Beratung zu passenden Fördermöglichkeiten. Hier arbeitet das Kompetenznetz eng mit den Regierungspräsidien des Landes zusammen. Gemeinde, Städte oder Landkreise, die nicht Modellkommunen werden, können Mitglieder des erweiterten Kommunennetzwerkes werden. Die Leistungen des erweiterten Netzwerkes umfassen Beratung, Wissenstransfer, interkommunaler Austausch und eine landesweite zielgruppenorientierte Kommunikationskampagne.

Die Bewerbungsunterlagen sowie weitere Infos zum Kompetenznetz Klima Mobil sind zu finden unter: www.klimaschutz-bewegt.de

Über das Kompetenznetz Klima Mobil:

Das Kompetenznetz Klima Mobil wurde von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) ins Leben gerufen. Das Kompetenznetz Klima Mobil wird durch die Bundesrepublik Deutschland gefördert. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Das Land Baden-Württemberg trägt einen finanziellen Eigenanteil bei und unterstützt das Kompetenznetz inhaltlich.