Auszeichnung „Wir machen Mobilitätswende!“

15. Mai 2020

Bild: VM BW

Mit der Auszeichnung „Wir machen Mobilitätswende!“ würdigt der Strategiedialog Automobilwirtschaft Menschen, die nachhaltige Mobilität in Baden-Württemberg voran bringen. Bewerbungen sind bis Ende Juni 2020 möglich.

Baden-Württemberg braucht Macherinnen und Macher, die gute Verkehrslösungen in die Fläche bringen. Die Auszeichnung „Wir machen Mobilitätswende!“ will Menschen in Unternehmen, Kommunen und Organisationen würdigen, die Ideen für eine nachhaltige Mobilität professionell umsetzen. Bewerbungen sind bis Ende Juni 2020 möglich.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Nur das persönliche Engagement bringt gute Ideen und Projekte für die Mobilität der Zukunft in die flächendeckende und dauerhafte Umsetzung. Viele Menschen in Baden-Württemberg zeigen dieses Engagement und entwickeln tragfähige Geschäftsmodelle. Diese Menschen und ihre Lösungen wollen wir bekannt machen, damit alle Bürgerinnen und Bürger besser verstehen, wo und wie die Mobilitätswende längst im Gange ist.“

Verkehrslösungen für eine klimaverträgliche Mobilität

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg (SDA) diskutiert seit drei Jahren wesent­liche Verkehrslösungen für eine klimaverträgliche Mobilität und lieferte viele wertvolle Impulse. Mit dem Preis will er nun den Mut und Gestaltungswillen von Personen in Baden-Württemberg auszeichnen. Die Preisträger sollen der Fachöffentlichkeit und in ihren Regionen bekannt gemacht werden.

Der Preis wird in den drei Kategorien vergeben, die im Themenfeld „Verkehrslösungen“ des Strategiedialogs in den letzten drei Jahren vertieft wurden:

  1. Öffentlicher Personennahverkehr: flächendeckend, flexibel und autonom
  2. Neue Lebensqualität: Flächenverteilung und Ladeinfrastruktur
  3. Kommunikation: Öffentlichkeitsarbeit und Mobilitätsdaten

Einen Sonderpreis gibt es für neue Mobilitätsangebote, die aus der Corona-Krise heraus entstanden sind.

Verkehrsministerium: Auszeichnung „Wir machen Mobilitätswende!“

Flyer: „Wir machen Mobilitätswende!“ (PDF)

Virtuelle Sitzung mit realen Empfehlungen

Für den 13. Mai 2020 wurde die Themenfeldsitzung „Verkehrslösungen“ erstmalig virtuell organsiert. Zu Zeiten der Corona-Pandemie ist der SDA zwischen Politik, Unternehmen, Kommunen, Wirtschaft und Verbänden besonders wichtig, um neben den bestehenden Fragen der Transformation der Automobilindustrie auch Wege aus der aktuellen Krise aufzuzeigen.

Minister Hermann sagte: „Die Situation der Unternehmen ist gerade besonders schwierig, viele fahren ihre Produktion und ihre Mobilitätsangebote mühsam wieder hoch. Wir wollen die Mobilitätswirtschaft dabei mit Impulsen für nachhaltige Mobilität und den verstärkten Klimaschutz unterstützen.“

Zwei Empfehlungspapiere aus den Arbeitsgruppen standen im Mittelpunkt der virtuellen Diskussion. Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden haben darin zusammen mit der Landesverwaltung mittelfristige Orientierungen herausgearbeitet.

Durch mehr Fahrzeuge sowie neue Mobilitätsangebote steigt der Druck auf Verkehrsflächen. Die Arbeitsgruppe „Effiziente Flächennutzung für die Mobilität der Zukunft“ formuliert zehn Empfehlungen für eine faire Flächen­aufteilung und mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum. Dazu braucht es zeitlich flexible Lösungen, neue Mobilitätsangebote und Infrastrukturen sowie angepasste Regularien.
Empfehlungspapier der Arbeitsgruppe A „Effiziente Flächennutzung für die Mobilität der Zukunft (PDF)

Die Arbeitsgruppe „Autonomes Fahren im ÖPNV“ will durch das automatisierte, autonome und vernetzte Fahren die Sicherheit, Funktionsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Akzeptanz des Verkehrssystems steigern. Dafür sind Reallabore mit Fahrgastbetrieb, gesellschaftliche Dialoge und die Abschätzung der Wirkungen beziehungsweise des Nutzens inklusive des Infrastrukturbedarfs wichtig.
Empfehlungspapier der Arbeitsgruppe B „Autonomes Fahren im ÖPNV (PDF)Verkehrsministerium: Strategiedialog Automobilwirtschaft

Verkehrsministerium: Was macht das Themenfeld V „Verkehrslösungen“?

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg