Vertrag für RB Singen-Schaffhausen unterzeichnet

Der Verkehrsvertrag für die Regionalbahn Singen-Schaffhausen ist unter Dach und Fach: Land und SBB GmbH haben unterzeichnet, die SBB GmbH übernimmt im Dezember den Betrieb von DB Regio im Vergabenetz 19.

Ministerialdirektor Berthold Frieß und Patrick Altenburger, Geschäftsführer der SBB GmbH, haben am heutigen Donnerstag (22. September) den Verkehrsvertrag für das Netz „Singen-Schaffhausen“ (Vergabenetz 19) unterschrieben. Das Tochterunternehmen der Schweizerischen Bundesbahnen hatte als einziger Bieter im Vergabeverfahren ein Angebot abgegeben. Sie wird im Dezember dieses Jahres den Verkehr von der DB Regio übernehmen. Der neue Verkehrsvertrag läuft bis Ende 2027.

In der Ausschreibung wurde ein besonderer Fokus auf die Qualität der Leistungserbringung gelegt. So muss die Wartung der Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe des Netzes erfolgen. „Ich freue mich, dass wir mit der SBB GmbH – einem zuverlässigen und in der Region verwurzelten Unternehmen – heute den Verkehrsvertrag unterschreiben konnten. Wir wünschen der SBB alles Gute, um die hohen Erwartungen der Fahrgäste in der Region erfüllen zu können“, sagte Ministerialdirektor Berthold Frieß.

Halbstundentakt von früh bis spät

Gefahren wird wie bisher an allen Tagen der Woche ein Halbstundentakt von früh morgens bis spät abends. Dieses dichte Angebot ist möglich, weil sich der Kanton Schaffhausen – zusammen mit der Eidgenossenschaft – und der Landkreis Konstanz weiterhin an der Finanzierung des Halbstundentaktes beteiligen.

Zum Einsatz kommen künftig dreiteilige Elektrotriebwagen der Baureihe GTW 2/8. Damit wird die Sitzplatzkapazität auf der Linie deutlich erhöht. Einige sehr nachfragestarke Züge werden dabei sogar noch mit einem zweiteiligen Triebwagen der Baureihe GTW 2/6 verstärkt.

Bereits zu Jahresbeginn hatte das Land den bestehenden Verkehrsvertrag mit der SBB GmbH für die Regionalbahn Erzingen-Schaffhausen über 2023 hinaus ebenfalls bis Ende 2027 verlängert. Das Land ist auf dieser im Wesentlichen auf Schweizer Territorium liegenden Strecke aufgrund eines Staatsvertrages mit der Eidgenossenschaft verpflichtet, ein Grundangebot zu bestellen. 

Lückenschluss im Netz

Patrick Altenburger sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Wir freuen uns sehr, ab Fahrplanwechsel im Dezember das Netz 19 mit der Strecke Singen-Schaffhausen betreiben zu dürfen und so den Lückenschluss zwischen dem Seehas und der Linie Schaffhausen-Erzingen herstellen zu können. Somit betreibt die SBB GmbH ab Fahrplanwechsel die komplette, grenzüberschreitende S-Bahn Schaffhausen auf deutscher Infrastruktur. Mit Schweizer Qualität wollen wir die Menschen diesseits und jenseits der Grenze von der Schiene überzeugen“

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg