Planung & Förderprogramme

Auf alle möglichen Entwicklungen rechtzeitig, schnell und gezielt zu reagieren ist die Sisyphusarbeit der SPNV-Angebotsplanung. Die Langfristplanung stellt gewissermaßen die Weichen, indem sich abzeichnende Entwicklungen beim der Bevölkerungsstruktur sowie mögliche Siedlungs- und Arbeitsschwerpunkte berücksichtigt werden. Hierbei spielen dann auch die Dimensionierung des Platzangebotes, Park & Ride-Anlagen sowie Bike & Ride-Plätze eine wesentliche Rolle. Sobald alle Planungen einen Detailierungsgrad erreicht haben, beginnt die Erstellung der jeweiligen Jahresfahrpläne, in denen dann noch einmal auf die äußeren Rahmenbedingungen reagiert werden kann.

Ein wichtiges Ziel der Landesregierung ist der Ausbau der Schieneninfrastruktur. Dem „Zielkonzept 2025“ für den SPNV in Baden-Württemberg folgend, soll das Land zu einer Pionierregion der nachhaltigen Mobilität werden. Die Verdoppelung der Nachfrage im Öffentlichen Verkehr bis 2030 ist dabei das Leitziel. Um das zu erreichen, muss gerade der SPNV einen erheblichen Anteil leisten. Das allerdings setzt eine funktionierende Infrastruktur voraus.

Wesentliche Quellen für die Infrastrukturförderung sind Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) sowie aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Die NVBW führt im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg die fachtechnischen Prüfungen der vom Ministerium nach dem GVFG geförderten Projekte durch. Darüber hinaus bietet sie eine Reihe weiterer Dienstleistungen im Bereich der Kostenkontrolle bei Investitionsmaßnahmen an, beispielsweise bei der S-Bahn Stuttgart, der Stadtbahn Mannheim und der Straßenbahn Ulm.

Insbesondere in ländlichen Regionen mit vielen kleinen Siedlungen und dispersen Verkehrsbeziehungen wird die Herausforderung, ein Grundangebot an Nahverkehrsleistungen zu erhalten, immer größer. Deshalb gibt es  das Kompetenzzentrum Neue ÖPNV-Angebotsformen bei der NVBW: ein landesweites Netzwerk für alle Akteure, die zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte in Baden-Württemberg realisieren möchten.